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VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground im Test - Wandern mit Barfußgefühl

15. September 2017

Der Herbst ist da und das Wandern in der Natur und in den heimischen Wäldern ist das, was man jetzt am liebsten macht. Welche Schuhe sind am besten fürs Wandern? Dieser Frage hat sich Michaela Richter von paleo360.de gewidmet und unseren VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground getestet. Hier kommt unser heutiger Gastbeitrag:

VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground

Zeit in der Natur und in den Bergen ist für mich die beste Art abzuschalten. Ein großes Manko war dabei bis vor Kurzem das Schuhwerk: Oft unbequem, drückend und so fest wie ein Klotz am Fuß. Wo Wanderschuhe Halt und Sicherheit geben sollen, fühlte ich mich mit herkömmlichen Modellen immer eingezwängt und blockiert.

Was sollen Schuhe in den Bergen idealerweise leisten können?

Von den idealen Wanderschuhen erwarte ich:

Sicheren Halt für den ganzen Fuß. Persönlich mag ich es, wenn ein Wanderschuh über den Knöchel geht.
Keinen Absatz unter der Ferse. Als überzeugte Trägerin von Barfußschuhen mache ich hier keine Kompromisse mehr.
Eine rutschfeste Sohle, die auch bei steilem Gelände sicheren Grip bietet.
Eine breite Zehenbox, damit es auch nie eng wird, wenn die Füße bei größerer Anstrengung etwas anschwellen.
Thermoregulierung: Bei Kälte soll der Fuß warm bleiben, bei Hitze aber nicht ins Schwitzen kommen.
Nicht unverzichtbar, aber ein großer Pluspunkt: wasserfestes Obermaterial.

Da kommt also ein ganz schöner Anforderungskatalog zusammen. Um das Testergebnis schonmal vorweg zu nehmen: Der VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground konnte bei allen Punkten überzeugen.

Warum Wandern mit Barfußschuhen?

Schon vor vielen Jahren bin ich auf Barfußschuhe umgestiegen und habe kurzerhand alle Absatzschuhe aus dem Schrank verbannt. Es macht absolut Sinn, den Untergrund beim Laufen voll wahrnehmen zu können. Es ist gesund für unsere Füße, für unsere Haltung und für das gesamte Wohlbefinden. Schmerzende Füße möchte ich nicht mehr in Kauf nehmen - vor allem nicht beim Wandern, wenn ich stundenlang unterwegs bin und schwieriges Gelände vor mir habe.

Gerade hier macht es Sinn, dass der Fuß den Untergrund gut spüren kann und dann auch mit Ausweichbewegungen reagieren kann. So kommt es nicht mehr zu gefährlichem Umknicken oder Abrutschen. Man geht viel bewusster - gerade bergab ein großer Vorteil.
Barfußschuhe geben durch den vollen Bodenkontakt Stabilität und man hat beim Laufen ständig die Kontrolle über den nächsten Schritt. Außerdem hat man in Barfuß Wanderschuhen nicht das Gefühl bei jeder Pause sofort erstmal die Schuhe ausziehen zu müssen. Keine Blasen, keine Stinkefüße - braucht es wirklich noch mehr Gründe, um auch in den Bergen auf Barfußschuhe umzusteigen?

VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground

Der erste Eindruck vom Tracker Firm Ground

Der VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground hat mich schon beim Auspacken sehr angesprochen. Ich habe ihn in der dunkelbraunen Variante mit stylischen roten Schnürsenkeln. Er ist somit vom Look her zwar an klassische Wanderschuhe angelehnt, fällt aber durch schicke Details ins Auge. Die 3 mm dünne Außensohle hat zusätzlich 3mm dicke Profilnoppen. So ist man gut für matschigen Untergrund gerüstet, ebenso so aber auch für steinige Wege.

Das Obermaterial ist hochwertiges Pittards Leder, das sich nach einigen Touren wunderbar an den Fuß angepasst hat.

Die Ösen sitzen bombenfest am Schuh, so kann die Schnürung wunderbar individuell vorgenommen werden. Hier hat sich der Tracker Firm Ground nochmal deutlich im Gegensatz zum Vorgänger Modell verbessert. Ebenfalls geht die Sohle vorne bei der Zehenbox noch ein gutes Stück nach oben - so bleibt der Schuh geschützt, auch wenn man mal „aneckt“, was beim Wandern ja doch häufiger passieren kann.

Die Einlegesohle ist aus sogenanntem Outlast Material, das ursprünglich für die NASA entwickelt wurde. Sie soll für ein angenehmes Fußklima sorgen - egal bei welcher Temperatur.

Was mir besonders gefällt: die Schuhe sind mit 400 g pro Schuh deutlich leichter als „normale“ Wanderschuhe, also perfekt fürs Reisen!

VIVOBAREFOOT Tracker Firm Ground

Unterwegs mit dem Tracker Firm Ground

Die erste Wandertour mit den neuen Schuhen hatte gleich alles, was man am Berg so an Terrain anfindet: Forststraßen, Wiesen, matschige Trampelpfade und felsige Steige.

Auf den Forststraßen fühlte sich der Tracker genauso leicht und frei an, wie beispielsweise der VIVOBAREFOOT Stealth. Der Untergrund war (trotz Profilnoppen) super spürbar und der Fuß hatte viel Platz im Schuh. Auf den Wiesen machte sich dann die wasserdichte Membran bemerkbar, sogar als ich ein Matschloch übersah und kurz mal den ganzen linken Fuß in die Pfütze tauchte. Da waren die neuen Schuhe dann so richtig eingeweiht - aber der Fuß war nach wie vor trocken.

Im felsigen Gelände fühlte ich mich ständig sicher und rutschfest - auch bei steileren Winkeln und bergab rutschte ich nicht. Und auch nach 5 Stunden Wanderung waren die Füße nicht schwitzig oder unangenehm heiß. Der VIVOBAREFOOT Tracker ist für mich ein toller Begleiter in den Bergen!


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